Ħaġar Qim

Ħaġar Qim ist eine der bedeutendsten prähistorischen Tempelanlagen auf Malta. Sie liegt an der Südküste der Insel auf einem Hügel mit Blick auf das Mittelmeer und die kleine Insel Filfla. Der Tempel gehört zu den ältesten freistehenden Steinbauwerken der Welt.

Die Anlage wurde etwa zwischen 3600 und 3200 v. Chr. errichtet und ist Teil der sogenannten maltesischen Tempelkultur. Diese Kultur schuf mehrere monumentale Tempelanlagen auf Malta und Gozo, die heute zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören.

Der Name Ħaġar Qim stammt aus dem Maltesischen und bedeutet ungefähr „stehende Steine“ oder „verehrte Steine“.

Aufbau des Tempels

Der Tempel besteht aus großen Megalithblöcken aus Kalkstein, von denen einige mehrere Tonnen wiegen. Trotz der Größe wurden sie ohne Metallwerkzeuge bearbeitet und exakt aufeinander gesetzt.

Typisch für den Tempel ist der Grundriss mit:

  • einem Eingangskorridor

  • mehreren halbkreisförmigen Räumen (Apsiden)

  • zentralen Altären und Steinstrukturen

Viele der Steine sind reich verziert. Einige zeigen Spiralornamente oder Vertiefungen, die vermutlich eine symbolische Bedeutung hatten.

Funde und Bedeutung

Archäologen haben in Ħaġar Qim verschiedene Objekte gefunden, darunter:

  • Stein- und Tonfiguren

  • Altäre

  • Opfersteine

  • kleine Schmuckstücke und Perlen

Diese Funde deuten darauf hin, dass der Tempel vermutlich für rituelle oder religiöse Zeremonien genutzt wurde.

Astronomische Ausrichtung

Einige Bereiche des Tempels sind so ausgerichtet, dass Sonnenlicht zu bestimmten Zeiten des Jahres durch die Eingänge fällt und bestimmte Stellen im Inneren beleuchtet. Dies zeigt, dass die Erbauer ein gutes Verständnis von Sonnenbewegungen und Jahreszeiten hatten.

Besonderheit

Ħaġar Qim liegt nur wenige hundert Meter von der Tempelanlage Mnajdra entfernt, die ebenfalls für ihre präzise astronomische Ausrichtung bekannt ist.

Heute schützt eine große Überdachung die Tempelanlage vor Wind und Wetter, damit diese einzigartigen Steinstrukturen auch in Zukunft erhalten bleiben.

Quelle Chat GPT

© Federica Gullè