Humor, Leichtigkeit und der Partyraum

Humor ist ein wichtiger Bestandteil des Daseins – eine wesentliche Essenz des Lebens.
Lachen trägt eine potenziell kraftvolle Energie in sich. Viele Schattenaspekte können dieser Energie nicht standhalten und verlieren dadurch an Einfluss.

Mit Humor versuche ich, euch immer wieder abzuholen: durch Geschichten, Bilder und Leichtigkeit, auch innerhalb komplexer Zusammenhänge.
In unseren Seminaren entstehen durch eure Fragen und Gespräche immer wieder innere Bilder, die ich aus der geistigen Welt wahrnehme. So ist auch die Geschichte der Partyräume entstanden.

Da ich immer nur einen Teil von euch direkt in den Seminaren begleite, ist es mir wichtig, diese Bilder und dieses Wissen mit allen Studenten zu teilen. So entsteht ein gemeinsames Verständnis – und wenn ich von einem Partyraum spreche, wisst ihr alle, was damit gemeint ist.


Der Traum als Ursprung des Partyraums

Der Partyraum entstand aus einem Traum, den ich euch später im Seminar erzählt habe.

In diesem Traum wurde ich von zwei jungen Männern umgeben, die um meine Aufmerksamkeit konkurrierten und auf unterschiedliche Weise um Nähe und Zuwendung bemüht waren.

Der erste Mann war groß und dunkelhaarig. Je nach Situation konnte er sich größer und mächtiger machen, Respekt einfordern und auch Angst einflößen. Er trug einen gepflegten Schnurrbart, zurückgegelte Haare und einen schönen Anzug. Er war charmant, laut, ständig lachend und sehr darauf bedacht, meine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.

Der zweite Mann war jünger, kleiner, dünn und ruhig. Auch er war gepflegt und elegant gekleidet. Besonders auffällig waren seine Augen: zwei völlig unterschiedliche Augen – in Form und Farbe verschieden. Dazu hatte er rote, gelockte Haare.
Egal, wohin ich ging, er war immer an meiner Seite, selbst in den Momenten, in denen ich eigentlich allein sein wollte.

Ich begann zu verzweifeln, weil ich nicht verstand, warum er mich überallhin begleitete.

Das Fest

Der Traum spielte auf einem folkloristischen Fest. Es war sehr ländlich, mit traditioneller Hausmannskost.
Bunte, bemalte Teller mit Blumenmotiven in Rot und Blau, selbstgemachter Wein, Volksmusik. Die Stimmung war ausgelassen: Menschen tanzten, lachten laut, aßen genussvoll.

Ich saß wieder neben den beiden Männern.

Irgendwann wurde mir alles zu laut. Ich stand auf und verließ den Raum, weil ich meine Ruhe brauchte. Ich wollte meine eigenen Gedanken wieder hören.
Ich ging auf eine Terrasse, um frische Luft zu schnappen.

Doch auch dort stand der jüngere Mann wieder neben mir.

Diese Form der Begleitung konnte ich in diesem Moment nicht ertragen. Ich schlug die Hände vor mein Gesicht und bat ihn, mich kurz allein zu lassen. Ich wollte Ruhe. Ich wollte allein sein. Ich war verzweifelt.

Er sagte nichts.

Aus einer Mischung aus Überforderung und innerem Widerstand entschied ich mich, wieder zurück zum lauten Fest zu gehen – weil ich sonst keinen Ort fand, an dem ich wirklich allein sein konnte.


Die Wendung im Traum

Zurück auf dem Fest wurde ich vom lauten, charmanten Mann überschwänglich empfangen. Er begann, den ruhigeren jungen Mann zu schikanieren.

Ich griff sofort ein und wies ihn zurecht. Ich sagte ihm, er solle aufhören, denn dieser ruhige, rothaarige Mann sei ein treuer Begleiter. Bei ihm fühlte ich mich nie wirklich allein.

Vom lauten Mann konnte ich das nicht behaupten. Er war nicht aufmerksam genug, um wahrzunehmen, wie es mir tatsächlich ging.

Daraufhin begann er, sich aufzublähen, größer und mächtiger zu wirken – was mich erneut empörte.

Der Traum setzte sich fort, ich blieb auf dem Fest und versuchte, den ruhigeren Mann zu schützen. Kurz darauf wachte ich auf.


Die Erkenntnis

In dem Moment, in dem ich wieder vollständig wach war, wusste ich genau, worum es in diesem Traum ging.
Ich überprüfte ihn mithilfe der Tab. 8 (Traumtabelle) und der Tab. 9 (Beziehungstabelle).

Der Traum handelte ausschließlich von mir.

Der laute, charmante Mann stellte einen meiner Schattenanteile dar – man könnte ihn auch als eine Form eines inneren Dämons verstehen.
Der ruhige Mann mit den zwei unterschiedlichen Augen war SPIRIT und zugleich mein Hohes Selbst.

Ein Auge stand für SPIRIT, das andere für mein Hohes Selbst. Zwei Energien in einem Körper – weil es letztlich EINS ist.

Ich bin mein Hohes Selbst.
Ich bin SPIRIT.

Diese Energie begleitet mich immer – egal, welchen Weg ich gehe, in welche Richtung ich mich bewege oder welche Gedanken auftauchen.

Ich bin nie allein.
Ich bin stets umhüllt von der Liebe von SPIRIT.

Mit diesem Verständnis wurde mir klar, was die Partyräume in meiner Arbeit wirklich beschreiben.

Die Partyräume sind innere Erfahrungsräume innerhalb der eigenen Seele, in denen Seelenanteile aktiv sind und Resonanz entsteht.

Die Fremdenergien, die wir beim Pendeln wahrnehmen, befinden sich nicht außerhalb von uns. Sie zeigen sich ausschließlich dort, wo in uns bereits ein entsprechender Partyraum vorhanden ist – also ein innerer seelischer Erfahrungsraum, der diese Resonanz ermöglicht.

Der Partyraum als innerer Zustand

Mit der Zeit verstand ich auch, was das Fest selbst darstellte.

Das laute, fröhliche Fest mit Musik, gutem Essen und vielen Reizen ist ein Raum, in dem die innere Stimme kaum noch hörbar ist. Ein Raum voller Ablenkung, Leben und äußerer Bewegung.

Ein Partyraum.

Wenn ich heute über meine Schattenanteile spreche, nenne ich sie Partyräume. Das fühlt sich stimmiger an, weil klar wird, mit welchem Bewusstsein ich diese Räume betrete: um Erfahrungen zu machen.

Die Partygäste sind Seelenanteile von mir, die sich in diesen Schatten wohlfühlen. Sie genießen Lachen, Musik und Geselligkeit. Gleichzeitig fällt es ihnen schwer, die innere Stimme wahrzunehmen.

Ich hoffe, dass sie – wenn sie sich weiterentwickeln wollen – irgendwann die Tür finden oder zumindest kurz nach draußen gehen: Luft schnappen, die eigenen Gedanken wieder hören und SPIRIT sowie das Hohe Selbst bewusst wahrnehmen. Auch wenn diese immer da sind.

Verträge, Vertrauen und Nacharbeit

Einen Partyraum zu verlassen bedeutet, Verträge aufzulösen, innere Ketten zu sprengen und den eigenen freien Willen wahrzunehmen und umzusetzen.
Das gelingt nicht gut bei lauter Musik.

Wenn ihr in Tabelle 5 mit fremden Energien konfrontiert seid, zeigt das oft, dass ihr euch entschieden habt, einen Partyraum zu verlassen und euch neu auszurichten.
Manchmal führt der Weg später in einen anderen Partyraum, um eine neue Erfahrung zu machen.

Es gibt kein richtig oder falsch, kein gut oder schlecht – es gibt Erfahrungsprozesse.

Auch ich habe erlebt, dass ich dachte, einen Partyraum endgültig verlassen zu haben: Die Tür geschlossen, Verträge aufgelöst, einen neuen Weg eingeschlagen.

Doch plötzlich tauchten alte Muster und Ängste wieder auf.

Beim Pendeln zeigte sich, dass die Angst prozentual gar nicht mehr hoch war. Mein Gefühl ließ sie jedoch viel stärker erscheinen. Das war ein Hinweis darauf, dass der Erfahrungsprozess eigentlich abgeschlossen war – das Vertrauen jedoch noch nicht vollständig integriert.

Obwohl mir gezeigt wurde, dass die Neuausrichtung „in die Unendlichkeit“ ging, ließ ich durch Zweifel die Tür einen Spalt offen. Dadurch konnten Ängste und fremde Energien wieder mitkommen.

Hier beginnt die Nacharbeit.

Das Bild wurde mit ChatGPT erstellt

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Ein Traum über das Bewusstsein von IUNISONO