Ein Traum über Verantwortung, Kommunikation und Vertrauen
Von 2014 bis 2020 lebte ich mit meiner Familie in Abu Dhabi. Als während der Pandemie der Lockdown angekündigt wurde, entschieden mein Mann und ich, einen Tischkicker zu kaufen.
Die Kinder hatten sich das sehr gewünscht, und es stellte sich schnell als eine wunderbare Entscheidung heraus. Während der Schulpausen im Schulunterricht zu Hause trafen wir uns als Familie am Tischkicker. Es wurde viel gelacht, manchmal kam auch ein wenig Ehrgeiz auf, und wir mischten die Teams immer wieder neu, wenn wir zu viert spielten und einer von uns als Schiedsrichter fungierte.
Der Tischkicker wurde zu einem kleinen Treffpunkt für uns alle – voller Freude, Wettbewerb und gemeinsamer Zeit.
Ein wichtiger Hintergrund aus der Realität
Bevor wir im Sommer 2020 Abu Dhabi verlassen haben, haben wir viele Dinge an Freunde und Bekannte verschenkt.
Damals waren die Regeln in Abu Dhabi sehr streng, und vieles wurde stark kontrolliert. Deshalb war es nicht immer möglich, sich normal zu treffen.
Einige Freunde und Bekannte wollten die Dinge einfach nur vor der Tür abholen, ohne uns persönlich zu sehen. Deshalb stellten wir manche Sachen vor unsere Tür, und sie wurden dann abgeholt.
Andere Dinge brachten wir selbst bei Freunden oder Bekannten vorbei. Auch dort war es unterschiedlich: Manche wollten uns aus Vorsicht nicht ins Haus lassen und nahmen die Sachen ebenfalls nur an der Tür entgegen. Andere wiederum ließen uns kurz hinein, damit wir uns noch verabschieden konnten.
Eine Bekannte von uns war in dieser Zeit besonders vorsichtig, weil ihr Kind ein sehr schwaches Immunsystem hatte. Genau diese Bekannte ist auch die Person, von der ich später in meinem Traum geträumt habe.
Allerdings waren das immer Dinge, von denen wir wussten, dass unsere Freunde oder Bekannten sie wirklich gebrauchen konnten und auch haben wollten.
Der Tischkicker gehörte nicht dazu.
Den Tischkicker haben wir mit nach Hamburg genommen, und wir spielen bis heute damit. Einige Freunde und Bekannte hatten damals gefragt, ob sie ihn bekommen könnten. Doch weil der Tischkicker sehr hochwertig ist und für uns auch einen besonderen Erinnerungswert hat, kam es für uns nie infrage, ihn weiterzugeben.
Der Traum
Sechs Jahre später träumte ich plötzlich wieder von Abu Dhabi.
Ich befand mich im Garten einer Bekannten aus Abu Dhabi – genau der Bekannten, die damals wegen ihres kranken Kindes besonders vorsichtig sein musste. Sie gehört heute zu den wenigen Bekannten aus dieser Zeit, die noch immer dort leben, denn viele unserer damaligen Freunde und Bekannten sind inzwischen ebenfalls in andere Länder weitergezogen.
Der Garten wirkte ruhig und vertraut. Unter einem Gartendach stand plötzlich ein Tischkicker.
Als ich genauer hinschaute, erkannte ich: Es war unser Tischkicker.
Ich fragte sie, ob sie damit gespielt hätten und ob sie Spaß damit gehabt hätten. Doch ihre Antwort überraschte mich sehr.
Sie sagte, dass sie den Tischkicker eigentlich nie haben wollte, als wir damals weggezogen sind.
Ich entgegnete, dass wir doch miteinander vereinbart hätten, dass sie den Tischkicker vorübergehend bei sich aufbewahrt, bis wir irgendwann zurückkommen und ihn wieder mitnehmen.
Gleichzeitig erklärte ich ihr im Traum, dass ich zwar gerade in Abu Dhabi sei, aber gar nicht vorhabe, dorthin zurückzukehren oder dort zu bleiben. Deshalb wisse ich im Moment noch nicht genau, was ich mit dem Tischkicker tun solle, und hätte gehofft, ihn noch eine Weile bei ihr lassen zu können.
Doch sie widersprach mir.
Sie sagte, dass es diese klare Vereinbarung nie gegeben habe. Dass sie den Tischkicker nie wollte. Dass wir keine klare Kommunikation gehabt hätten. Vielleicht hätte ich nicht richtig zugehört. Vielleicht hätte ich etwas missverstanden. Oder vielleicht hätte ich nur das gehört, was ich hören wollte.
Im Traum wurde mir immer deutlicher, dass ich den Tischkicker nicht länger dort lassen konnte.
Ich begann zu überlegen, wie ich den Tischkicker überhaupt mitnehmen könnte. Sollte ich ihn abbauen und auseinandernehmen und selbst eine Lösung finden, um ihn mitzunehmen? Gleichzeitig spürte ich eine innere Verzweiflung, weil ich nicht wusste, wohin damit.
Als ich in die Augen meiner Bekannten schaute, verstand ich: Ich hatte keine andere Möglichkeit. Ich konnte nicht mehr auf ihre Unterstützung zählen. Ich musste selbst Verantwortung übernehmen.
Mit diesem unangenehmen und verzweifelten Gefühl wachte ich auf.
Die Deutung des Traumes
Als ich später bereit war, den Traum zu pendeln, stellte sich heraus, dass nur drei Elemente wirklich wichtig waren:
ich selbst
meine Bekannte
der Tischkicker
Die Bedeutung war überraschend.
Ich stand im Traum für mich selbst.
Meine Bekannte symbolisierte SPIRIT.
Der Tischkicker stand symbolisch für meine eigenen Schattenaspekte.
Plötzlich verstand ich, worum es in diesem Traum wirklich ging.
Der Traum hatte nichts mit Abu Dhabi zu tun. Auch nichts mit unserem Wegzug oder den Dingen, die wir damals verschenkt hatten.
Es ging um Kommunikation.
Ich hatte unbewusst Schattenaspekte bei SPIRIT abgelegt, mit der Wahrnehmung, dass es für SPIRIT in Ordnung wäre, wenn ich das tue. So, als würde ich eine Last dort abstellen – mit der Hoffnung, sie irgendwann wieder abzuholen oder dass sich etwas darum kümmern würde.
Doch genau darin lag die eigentliche Botschaft des Traumes.
Die Kommunikation mit SPIRIT war bis zu diesem Zeitpunkt nicht optimal. Sie wies Störungen auf.
Ich konnte SPIRIT nicht zu hundert Prozent klar wahrnehmen oder hören. Das bedeutete auch, dass ich selbst nicht vollständig in der Wahrheit und nicht vollständig in der Klarheit war.
Mir wurde bewusst, dass ich etwas angenommen hatte, ohne wirklich hinzuhören. Dass ich vielleicht nur das wahrgenommen hatte, was ich wahrnehmen wollte.
Die Botschaft
Als ich fragte, was ich mit dem Tischkicker – der symbolisch für meine Schattenaspekte stand – tun sollte, ob ich ihn abbauen, auseinandernehmen oder an einen anderen Ort bringen sollte, oder ob ich warten sollte, bis ich einen neuen Platz dafür gefunden habe, bekam ich die Antwort:
Gehe in die Selbstverantwortung.
Höre auf deine Intuition.
Höre auf deine innere Stimme.
Ich kann dir nicht immer alle Antworten geben.
Was sagt dein Herz?
Entscheide selbst über deine nächsten Schritte.
Meine Erkenntnis
Mir wurde bewusst, dass SPIRIT immer für uns da ist.
Und manchmal nimmt SPIRIT sogar unsere Themen oder Schattenaspekte auf, weil wir sie selbst gerade nicht tragen können – weil wir mit anderen Dingen beschäftigt sind, abgelenkt sind oder noch orientierungslos durch einen Prozess gehen.
Doch SPIRIT sendet uns immer Zeichen.
Am Tag.
Oder durch Träume.
Diese Zeichen zeigen uns, was zu tun ist. Sie führen uns immer wieder zurück in die Wahrheit, in die Klarheit und in die Selbstverantwortung.
Die Liebe und das Vertrauen von SPIRIT sind so unendlich, dass wir lernen dürfen, selbst zu entscheiden.
Dass wir unserer Intuition vertrauen dürfen.
Ich habe schließlich selbst entschieden, was ich mit dem Tischkicker tun soll – geleitet von meiner eigenen Intuition.
SPIRIT, danke für dein Vertrauen, deine Liebe und dafür, dass du mir immer wieder den Weg zeigst und mich führst.
Das Bild wurde mit ChatGPT erstellt