Raum halten im Live-IUNISONO
Raum halten bedeutet nicht, etwas zu tun, zu lenken oder zu lösen.
Es bedeutet, bewusst anwesend zu sein, ohne einzugreifen.
Ein gehaltener Raum entsteht dort, wo nichts gefordert wird:
keine Erklärung, keine Reaktion, keine Anpassung.
Der andere darf da sein – mit dem, was gerade ist.
Raum halten heißt, keinen eigenen Impuls einzubringen.
Nicht einzugreifen.
Nicht zu interpretieren.
Nicht zu bewerten.
Es ist ein Zustand bewusster Präsenz.
Der Körper bleibt reguliert, die Wahrnehmung offen, die innere Ausrichtung klar.
In den Live-IUNISONO-Treffen geht es nicht darum, etwas erreichen zu müssen.
Vielmehr darf ein inneres Empfinden entstehen:
Ich möchte dabei sein.
Vielleicht zeigt sich diese Einladung, weil es etwas gibt, das dich zurückhält und der Wunsch entsteht, loszulassen, dich neu auszurichten und den nächsten Schritt zu gehen.
Und vielleicht ist es ganz anders:
Du folgst dem Ruf, ohne ein persönliches Thema benennen zu können.
Auch das hat seinen Platz.
Denn Wirken im Live-IUNISONO bedeutet nicht nur, eigene Themen zu bewegen.
Der Raum wird auch von jenen gehalten, die dem Ruf folgen, ohne bewusst ein eigenes Thema mitzubringen.
Durch diese Anwesenheit entsteht ein kollektiver Raum, in dem die geistige Welt wirken kann.
In diesem Raum kommen unterschiedliche Formen des Wirkens zusammen:
– das Ausrichten der geistigen Welt,
– das bewusste Raumhalten der Anwesenden
– und die Bereitschaft der Anwesenden, den nächsten Schritt gehen zu wollen.
Dieses Zusammenwirken trägt die Energie der Neuausrichtung und wird von der geistigen Welt mit Dankbarkeit begleitet.
Der Impuls, dabei sein zu wollen, ist bereits Teil des gemeinsamen Wirkens.
Nicht jede Einladung bezieht sich auf ein konkretes Thema.
Manche betrifft die bewusste Anwesenheit.
Das ist Raum halten.
© Federica Gullè