Affirmationen – warum sie wirken (und wann nicht)

Dieser Blog entsteht, weil Affirmationen ein fester Bestandteil meiner Arbeit sind – sowohl in Einzelsitzungen als auch im Live-IUNISONO. Immer wieder taucht die Frage auf, was Affirmationen tatsächlich bewirken und warum sie in manchen Fällen sehr tief greifen und in anderen kaum spürbar sind.

Begriffsklärung
In diesem Text bezeichnet der Begriff System das Zusammenspiel von seelischer, mentaler und physischer Ebene eines Menschen.
Wenn vom Feld gesprochen wird, ist damit das morphogenetische Feld gemeint, in dem individuelle und kollektive Themen wirksam sind.

Arbeiten im Feld – individuell und kollektiv

Im Live-IUNISONO treten wir gemeinsam als Gruppe zusammen und bilden das morphogenetische Feld. Jeder Mensch bringt ihre eigenen Themen mit. In diesem Feld erkennt die geistige Welt, welche Themen auf kollektiver Ebene vorhanden sind – also jene Muster oder Blockaden, die mehrere oder alle Teilnehmenden betreffen. An diesen gemeinsamen Themen wird gearbeitet.

Die Themen werden erkannt, gezeigt und bearbeitet, sodass Loslassen möglich wird. Dadurch entsteht Raum – im eigenen System und im morphogenetischen Feld des Kollektiven.

Das gleiche Vorgehen findet auch in Einzelsitzungen statt. Der Rahmen ist ein anderer, das Prinzip bleibt dasselbe: Arbeit im Feld, geführt durch die geistige Welt, mit dem Ziel von Loslassen und Neuausrichtung.

Wann Affirmationen integriert werden

Nachdem durch die Neuausrichtung Platz im Feld entstanden ist, zeigt sich oft der Moment, in dem Affirmationen integriert werden können. Nicht automatisch und nicht als Technik, sondern bewusst.

Affirmationen dienen in diesem Zusammenhang dazu, die hochschwingende Ausrichtung, die im Feld entstanden ist, im eigenen System und im morphogenetischen Feld zu verankern.

Während der Sitzung zeigt mir die geistige Welt, welche Affirmation oder welche Affirmationen in diesem Moment stimmig sind.

Affirmationen sind kein reines Wiederholen von Worten

Affirmationen sind kein reines Wiederholen von Sätzen. Ihre Wirkung hängt entscheidend davon ab, aus welcher inneren Verfassung heraus sie ausgesprochen werden. Die gleiche Affirmation kann leer bleiben – oder eine tiefe Wirkung entfalten. Der Unterschied liegt nicht im Wortlaut, sondern in der Frequenz, aus der heraus sie verankert wird.

Wird eine Affirmation in einem Zustand von Präsenz, innerer Öffnung und hoher Schwingung ausgesprochen – oft beschrieben als Frequenz der Liebe –, dann speichert das System nicht nur den Satz, sondern den Zustand selbst. Das System erinnert sich an diese Schwingung.

Die Bedeutung der eigenen Stimme

Ich empfehle im Live-IUNISONO wie auch in Einzelsitzungen, Affirmationen laut auszusprechen. Die eigene Stimme trägt die eigene Frequenz. Der Körper reagiert darauf unmittelbar.

Durch das gesprochene Wort schwingt das gesamte System mit – auf seelischer, mentaler sowie auf der physischen Ebene. Auf der physischen Ebene betrifft dies:

  • den physischen Körper,

  • das Nervensystem,

  • und jede einzelne Körperzelle.

Der Körper nimmt wahr, was gerade verankert wird. Die Verankerung geschieht dabei nicht über den Verstand, sondern über das Herz. Eine Affirmation wirkt dann, wenn sie aus dem Herzen heraus gesprochen wird.

Während der Sitzung prüfe ich, ob die Affirmation im System verankert worden ist. Erst dann ist sie tragfähig.

Erinnerung statt Neuerzeugung

Wird eine Affirmation später wiederholt, dient sie nicht primär dazu, etwas neu zu erschaffen. Sie erinnert das System an den Zustand, in dem die neue Ausrichtung bereits verankert wurde.

Dadurch können Körper, Nervensystem und Feld sehr schnell wieder in diese hochschwingende Ausrichtung zurückfinden.

Verankerung statt Wiederholung

Der Fokus liegt nicht auf der Anzahl der Affirmationen, sondern auf der Qualität der Verankerung. Entscheidend ist:

  • wie eine Affirmation im System wirksam wird,

  • ob sie innerlich Resonanz erzeugt und ohne Widerstand gesprochen wird,

  • und ob das System sie in einem stabilen, ausgerichteten Feld aufnehmen und halten kann.

Ohne diese Verankerung bleiben Affirmationen häufig auf der mentalen Ebene – gut gemeint, aber begrenzt wirksam.

Selbstverantwortung als Schlüssel

Affirmationen ersetzen nicht den Alltag. Gedanken, Gefühle und Reaktionen wirken weiterhin – und genau hier beginnt Selbstverantwortung.

Selbstverantwortung bedeutet:

  • wahrnehmen, wenn das eigene System nicht mehr in Balance ist,

  • bewusst innehalten – zum Beispiel durch einen Moment der Stille, bewusste Atmung oder kurzes Spüren in den Körper,

  • und bewusst wieder in das hochschwingende Feld zurückkehren, das man bereits kennt.

Affirmationen unterstützen genau diesen Prozess. Sie sind kein Zwang, keine Verpflichtung und kein spiritueller Leistungsnachweis. Sie sind ein Werkzeug zur Integration, nicht zur Selbstkontrolle.

Was Affirmationen nicht sind

Affirmationen sind:

  • keine Methode, um Gefühle zu unterdrücken,

  • kein Mittel, um Probleme zu überdecken,

  • und kein Automatismus, der ohne Bewusstsein wirkt.

Ohne Loslassen, ohne Neuausrichtung und ohne Verankerung im Feld bleiben Affirmationen häufig wirkungslos. Erst im Zusammenspiel mit bewusster innerer Arbeit entfalten sie ihre eigentliche Kraft.

© Federica Gullè

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